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Motoryacht kaufen: Typen, Preise und Betriebskosten im Vergleich

Redaktion · Aktualisiert 2026-10-14 · 5 Min. Lesezeit

Eine Motoryacht kaufen heißt, über Antrieb, Rumpfform und Kraftstoffbudget zu entscheiden. Verdränger fahren sparsam und langsam, Gleiter schnell und durstig. Gebrauchte Modelle wie die Princess V40 werden je nach Baujahr zwischen etwa 164.000 und 540.000 Euro angeboten. Der Antrieb ist meist der teuerste Einzelposten bei Prüfung und Betrieb.

Verdränger, Halbgleiter, Gleiter

Rumpfart Typisch für Charakter
Verdränger Langsame Reisen, Kanäle, lange Reichweite sparsam, ruhig, geringe Geschwindigkeit
Halbgleiter Familien-Kajütboote Kompromiss aus Tempo und Verbrauch
Gleiter Sportliche Flybridge- und Sportyachten schnell, hoher Verbrauch, höhere Wartungskosten

Welche Variante passt, hängt vom Fahrprofil ab. Wer überwiegend im Hafenbereich und an der Küste unterwegs ist, braucht selten Spitzengeschwindigkeit. Wer weite Etappen plant, profitiert von der Reichweite eines Verdrängers. Auf yachtkaufen.com listet die Kategorie Motoryachten Modelle wie Princess V40, Fairline Targa oder Riva Aquarama. Die Seite ist ein Bootsmarkt von privat an privat. Ob zum jeweiligen Zeitpunkt Inserate vorhanden sind, sehen Sie dort; zum Zeitpunkt unseres Abrufs waren laut Startseite die ersten Inserate erst angekündigt.

Preise: Beispiele aus dem Markt

Die folgenden Zahlen stammen aus dem Preis-Ratgeber von yachtkaufen.com (Stand 2. Oktober 2026) und sind Angebotspreise.

Modell Baujahr Angebotspreis
Princess V40 1999 ca. 164.000 €
Princess V40 2017 449.950 €
Fairline Targa 52 2006–2008 299.000–395.000 €
Fairline Targa 62 2013 949.950 €
Riva Aquarama Special 1986 950.000 € (ohne MwSt.)

Eine neue Princess V40 beginnt laut Ratgeber knapp unter 600.000 US-Dollar (YachtBuyer). Beim Preisvergleich zählen Baujahr, Motorstunden, Mehrwertsteuerstatus und Dokumentation. Mehr zur Einordnung steht in Yacht kaufen Preis.

Kernaussage: Bei Motoryachten entscheidet die Maschine über den Wert. Zwei gleich alte Boote können sechsstellig auseinanderliegen, wenn eines kurz vor der Revision steht.

Kraftstoff und Betriebskosten

Anders als bei Segelyachten kommt bei Motoryachten Kraftstoff zum Unterhalt dazu. Der Ratgeber nennt als Faustregel 5 bis 10 Prozent des Kaufwerts pro Jahr, ohne Kraftstoff. Beispiele für den Verbrauch:

  • Riva Aquarama Super: etwa 84 l/h bei 2.500 U/min, Tank 480 Liter
  • Tecnomar for Lamborghini 63: Tank 3.500 Liter, etwa 350 sm bei 35 Knoten, also rund 10 l/sm

Beim Liegeplatz zeigt der Ratgeber den ACI Umag in Kroatien: bis 14 Meter 7.350 Euro, bis 20 Meter 13.402 Euro, bis 24 Meter 17.024 Euro im Jahr (jeweils mit Mehrwertsteuer). Dazu kommen Versicherung (bei Lagoon-Beispielen 0,7 bis 1,2 Prozent des Werts) und Winterlager. Die vollständige Aufstellung finden Sie in Yacht Unterhaltskosten.

Motor und Antrieb prüfen

Besonders wichtig bei Motorbooten sind die folgenden Punkte:

  1. Kaltstart: Nach dem Vorglühen sollte ein Diesel innerhalb von etwa einer bis zwei Sekunden anspringen.
  2. Öl: Honigfarben ist normal, schwarz oder milchig nicht.
  3. Volllast: Der Motor sollte laut BOOTE 50 bis 100 U/min über der Nenndrehzahl erreichen.
  4. Kühlwasser: Am Auspuff muss Wasser austreten.
  5. Antrieb: Manschetten, Dichtungen und Lager bei Z-Antrieben: Wann zuletzt getauscht?

Die vollständige Prüfliste finden Sie in Yacht kaufen gebraucht. Ein Gutachter prüft zusätzlich Rumpf, Struktur und Systeme, die Kosten stehen in Yacht Gutachter Kosten.

Steuern und Herkunft

Eine Motoryacht „unversteuert“ zu kaufen kann teuer werden. Der Preis-Ratgeber nennt etwa bei der Fairline Targa 65 GTO den Hinweis „unversteuert“, in Deutschland wären 19 Prozent fällig. Neue Boote über 7,5 Meter unterliegen beim EU-Erwerb der deutschen Umsatzsteuer, wenn sie höchstens 100 Betriebsstunden oder höchstens drei Monate seit Erstinbetriebnahme haben (§ 1b UStG). Die Details stehen in Yacht im Ausland kaufen.

Alternative: Segelyacht oder Katamaran?

Wer vor allem Reichweite und niedrige Betriebskosten will, sollte Segelyachten vergleichen. Wer viel Platz und Komfort sucht, schaut sich Katamarane an. Motoryachten punkten bei Tempo, Komfort und schnellem Ablegen. Eine passende Seite zum Weiterlesen ist die Marke Princess bei yachtkaufen.com.

Fazit für die Entscheidung

Legen Sie Budget für fünf Jahre fest, prüfen Sie Maschine und Steuerstatus unabhängig und kaufen Sie erst nach einem Gutachten. Preise und Regeln ändern sich, prüfen Sie sie vor Vertragsabschluss.

Welche Größe passt zu welchem Einsatz

Die Länge entscheidet über Liegeplatz, Verbrauch und Besatzungsbedarf. Bis etwa 12 Meter lässt sich eine Motoryacht von zwei Personen führen, und viele Liegeplätze sind noch bezahlbar. Zwischen 12 und 18 Metern steigen Liegeplatzkosten und Wartungsaufwand deutlich, wie die Hafenbeispiele aus dem Ratgeber zeigen: Im ACI Umag kostet der Platz bis 14 Meter 7.350 Euro, bis 20 Meter bereits 13.402 Euro. Oberhalb von 20 Metern wird meist professionelle Unterstützung nötig, sei es ein Skipper oder eine kleine Crew.

Für die Wahl hilft ein Szenario: Wie viele Tage im Jahr fahren Sie wirklich, wie weit pro Tag und mit wie vielen Gästen? Wer zwanzig Tage im Jahr an der Küste verbringt, zahlt bei einer großen Yacht einen sehr hohen Preis pro Fahrttag, denn die Fixkosten laufen auch im Stand weiter. Wer dagegen viele Wochen an Bord lebt, verteilt sie besser.

Besonderheiten bei Klassikern und Sondermodellen

Der Ratgeber von yachtkaufen.com führt auch Klassiker wie die Riva Aquarama auf. Hier gelten andere Regeln: Der Wert hängt von Originalität, Restaurierungsqualität und Provenienz ab, nicht von Betriebsstunden. Ein restaurierter Klassiker kann sechsstellig kosten und trotzdem hohen Wartungsbedarf haben, etwa an Holzrumpf und Motoren mit schwerer Ersatzteillage. Gutachter mit Klassiker-Erfahrung sind selten, planen Sie hier Zeit und Honorar ein. Ob ein bestimmtes Modell auf der Plattform verfügbar ist, sehen Sie auf der Seite yachtkaufen.com; dort finden Sie auch die Seite Klassiker und Holzboote.

Typische Fehler beim Kauf einer Motoryacht

  1. Nur auf den Preis achten: Zwei gleich lange Yachten können sehr unterschiedlich teuer im Betrieb sein, weil Motorisierung und Verbrauch abweichen.
  2. Betriebsstunden ohne Servicenachweis akzeptieren: Wenige Stunden sagen wenig, wenn der Motor jahrelang stand.
  3. Steuerstatus ignorieren: „Unversteuert“ im Inserat bedeutet im Zweifel eine Nachzahlung, siehe Yacht Mehrwertsteuer Nachweis.
  4. Liegeplatz nicht vorab klären: Breite Gleiter passen nicht in jede Box.
  5. Gutachten ohne Probefahrt: Motor- und Getriebeprobleme zeigen sich oft erst unter Last.

Kosten der Überführung

Liegt die Yacht weit entfernt, kommen Überführung und Registrierung hinzu. Der Ratgeber warnt, dass Transportkosten den Preisvorteil eines entfernten Angebots deutlich verkleinern können. Als Optionen nennt er die Eigenfahrt, eine Überführung mit Skipper und den Straßentransport. Rechnen Sie Kraftstoff, Hafengebühren, Versicherung für die Strecke und gegebenenfalls Hotelkosten der Crew ein. Alles Weitere zum Vorgehen bei Käufen im Ausland steht in Yacht im Ausland kaufen.

Häufige Fragen

Was kostet eine gebrauchte Motoryacht?

Laut Ratgeber von yachtkaufen.com wird eine Princess V40 je nach Baujahr zwischen etwa 164.000 und 540.000 Euro angeboten, eine Fairline Targa 52 zwischen 299.000 und 395.000 Euro. Es sind Angebotspreise.

Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch einer Motoryacht?

Sehr unterschiedlich. Die Tecnomar Lamborghini 63 verbraucht laut Ratgeber etwa 10 Liter pro Seemeile bei 35 Knoten, ein Riva Aquarama Super etwa 84 l/h bei 2.500 U/min.

Was ist teurer: Motoryacht oder Segelyacht?

Bei gleicher Länge sind Segelyachten meist günstiger in Anschaffung und Betrieb, vor allem wegen der Kraftstoffkosten.

Worauf achte ich bei der Motorprüfung?

Auf Kaltstart, Ölzustand, Leistung bei Volllast, Kühlwasseraustritt am Auspuff sowie Antriebsmanschetten und Dichtungen. Eine Ölanalyse ist optional möglich.

Quellen