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Yacht kaufen Preis: Was Yachten wirklich kosten (Richtwerte)

Redaktion · Aktualisiert 2026-10-14 · 5 Min. Lesezeit

Der Preis einer Yacht lässt sich nicht in einer Zahl fassen. Gebrauchte Motoryachten um 13 Meter werden laut Ratgeber von yachtkaufen.com zwischen rund 164.000 und 540.000 Euro angeboten, je nach Baujahr. Oberhalb von 20 Metern geht es schnell in Millionenhöhe. Wichtiger als der Einstiegspreis ist die Summe aus Kauf und Folgekosten.

Angebotspreise sind keine Verkaufspreise

Alle Zahlen in diesem Beitrag sind Inseratspreise, die der Preis-Ratgeber von yachtkaufen.com mit Stand 2. Oktober 2026 aufführt. Was tatsächlich bezahlt wird, ist selten öffentlich. Behandeln Sie die Tabelle deshalb als Orientierung und nicht als Wertgutachten.

Modell Baujahr Angebotspreis
Princess V40 (12,98 m) 1999 ca. 164.000 €
Princess V40 2017 449.950 €
Princess V40 2021 ca. 528.000–540.000 €
Fairline Targa 52 2006–2008 299.000–395.000 €
Fairline Targa 62 2013 949.950 € (versteuert)
Tecnomar for Lamborghini 63 (20 m) 2021–2023 2,99–3,9 Mio. €

Die Princess V40 zeigt gut, wie stark das Baujahr wirkt: Zwischen 1999 und 2021 liegen mehr als 350.000 Euro. Eine neue V40 beginnt laut dem Ratgeber knapp unter 600.000 US-Dollar, zitiert nach YachtBuyer. Mehr zu diesen Modellen finden Sie auf der Kategorieseite Motoryachten von yachtkaufen.com.

Was den Preis treibt

  1. Motoren und Betriebsstunden. Der Antrieb ist oft der teuerste Einzelposten. Eine Maschine kurz vor der Revision drückt den Wert spürbar.
  2. Mehrwertsteuerstatus. Ob eine Yacht versteuert ist, kann nach dem Ratgeber sechsstellige Unterschiede ausmachen. Die Fairline Targa 65 GTO wird mit „unversteuert“ angeboten, in Deutschland wären 19 Prozent fällig. Die Regeln erklärt Yacht Mehrwertsteuer Nachweis.
  3. Ausstattung und Refits. Dokumentierte Erneuerungen von Elektronik, Polstern oder Antrieb zahlen sich beim Verkauf aus.
  4. Standort. Liegt das Boot weit entfernt, kommen Überführung und Registrierung dazu.
  5. Marke und Typ. Ein Riva Aquarama von 1986 wird als restaurierter Klassiker mit 950.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) angeboten, ein 1971er Serie III mit 800.000 Pfund. Hier zahlen Sie für Seltenheit, nicht für Technik.

Kernaussage: Der Kaufpreis ist bei Yachten nur der Einstieg. Rechnen Sie vor dem Inserat mit den Folgekosten, sonst entscheiden Sie über ein Boot, dessen Betrieb Sie nicht kennen.

Verhandlungsspielraum

Laut Ratgeber wechselten Princess V40 und Targa 52 nach langen Inseratszeiten etwa 3 bis 4 Prozent unter dem ersten Angebotspreis. Das lässt sich nicht verallgemeinern. Mehr Spielraum bieten dokumentierte Mängel aus einem Gutachten. Die Mängelliste können Sie für Preisnachlass oder Reparatur vor der Übergabe nutzen, siehe Yacht Gutachter Kosten. Der ADAC nennt den Herbst als günstigste Kaufzeit, Sie sollten das aber als Tendenz verstehen.

Zum Kaufpreis kommen diese Posten

Einmalige Kosten Bemerkung
Kaufgutachten meist 1.000–2.000 € laut YACHT
Überführung Eigenfahrt, Skipper oder Straßentransport
Registrierung, Flagge, Funkzulassung je nach Revier
Finanzierungskosten siehe Yacht finanzieren
Mehrwertsteuer nur bei nicht versteuerten Yachten, in Deutschland 19 %

Dazu kommen laufende Kosten, die Sie in Yacht Unterhaltskosten finden.

Rechenbeispiel

Der Ratgeber rechnet mit einer Princess V40 von 2017 für 450.000 Euro in Kroatien. Der Liegeplatz im ACI Umag kostet 7.350 Euro im Jahr, die Versicherung 3.150 bis 5.400 Euro. Nach der Faustregel von fünf bis zehn Prozent ergeben sich 22.500 bis 45.000 Euro Unterhalt pro Jahr, inklusive Liegeplatz und Versicherung, aber ohne Kraftstoff. Über fünf Jahre sind das etwa 25 bis 50 Prozent des Kaufpreises. Das ist ein Beispiel aus einer Quelle, Ihre Kosten hängen von Revier, Nutzung und Boot ab.

So gehen Sie vor

  1. Gesamtbudget inklusive fünf Jahre Betrieb festlegen.
  2. Zwei oder drei vergleichbare Boote beobachten, nicht nur eines.
  3. Papiere und Steuerstatus vor dem Preisgespräch klären.
  4. Gutachten beauftragen, Mängel in Euro übersetzen.
  5. Erst dann verhandeln und den Kaufvertrag aufsetzen.

Auf yachtkaufen.com können Sie Inserate durchsuchen und per Suchauftrag auf neue Angebote warten. Die Seite gibt an, ohne Provision zu arbeiten, der Preis enthält also keine Händlermarge. Prüfen Sie aktuelle Preise und Bedingungen vor einer Entscheidung direkt dort.

Wie Sie einen Angebotspreis einordnen

Ein einzelner Preis sagt wenig, solange Sie ihn nicht mit vergleichbaren Angeboten abgleichen. Gehen Sie in drei Schritten vor. Erstens sammeln Sie fünf bis zehn Inserate desselben Modells mit ähnlichem Baujahr. Zweitens notieren Sie bei jedem Motorstunden, Steuerstatus, Ausstattung und Standort. Drittens sortieren Sie Ausreißer aus: Sowohl der auffällig billigste als auch der teuerste Preis haben meist einen Grund, den Sie herausfinden sollten.

Der Preis-Ratgeber von yachtkaufen.com zeigt, wie das aussieht. Die Fairline Targa 52 wird für Baujahre 2006 bis 2008 zwischen 299.000 und 395.000 Euro angeboten, im Durchschnitt zu 363.000 Euro. Die Spanne von knapp 100.000 Euro erklärt sich durch Zustand, Motorstunden und Ausstattung. Ein Gutachten zeigt, auf welcher Seite der Spanne ein konkretes Boot liegt.

Neu oder gebraucht: Wertverlust realistisch sehen

Neue Yachten verlieren in den ersten Jahren typischerweise stärker an Wert als ältere, gepflegte Boote. Das lässt sich im Kleinen bei der Princess V40 ablesen: 2017er-Boote werden mit knapp 450.000 Euro angeboten, 2021er-Boote mit gut 528.000 Euro, eine neue V40 beginnt knapp unter 600.000 US-Dollar. Der Preisabstand zwischen drei- und achtjährigen Booten ist also geringer, als man bei der Alterslücke erwarten würde. Das ist ein Beispiel für ein Modell, keine allgemeine Regel, und die Preise sind Angebotspreise.

Wer neu kauft, bezahlt Garantie, Konfiguration und Verfügbarkeit. Wer gebraucht kauft, bezahlt weniger, braucht aber Zeit für Besichtigung und Prüfung, siehe Yacht kaufen gebraucht.

Preisfaktor Boottyp

Die Preisstruktur unterscheidet sich je nach Typ. Segelyachten sind laut Ratgeber bei gleicher Länge meist günstiger in Anschaffung und Betrieb, vor allem wegen geringerer Kraftstoffkosten. Katamarane bieten mehr Raum, kosten aber mehr im Hafen, siehe Katamaran kaufen. Für große Schiffe oberhalb von 24 Metern gelten andere Maßstäbe, siehe Megayacht kaufen. Wer nach einer Einstiegslösung sucht, findet in Kleine Yacht kaufen günstigere Optionen.

Kaufzeitpunkt und Geduld

Der Preis hängt auch vom Zeitpunkt ab. Der ADAC nennt laut Ratgeber den Herbst als günstigste Kaufzeit, weil viele Eigner vor dem Winterlager verkaufen wollen. Das ist eine Tendenz, kein Gesetz. Wer Zeit hat, beobachtet den Markt über mehrere Monate und erkennt, welche Inserate lange stehen. Lange Inseratszeiten schaffen Verhandlungsspielraum, wie die Beobachtung von drei bis vier Prozent unter dem ersten Angebotspreis bei zwei Modellen im Ratgeber zeigt. Lassen Sie sich nicht von „anderen Interessenten“ drängen, die Sie nicht prüfen können. Ein guter Kauf entsteht selten unter Zeitdruck.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Yacht?

Eine gebrauchte Motoryacht um 13 Meter wie die Princess V40 wird je nach Baujahr zwischen etwa 164.000 und 540.000 Euro angeboten. Größere und neuere Yachten liegen im Millionenbereich. Es sind Angebotspreise, keine Verkaufspreise.

Was treibt den Preis einer Yacht?

Vor allem Motoren und Betriebsstunden, der Mehrwertsteuerstatus, Ausstattung und dokumentierte Refits sowie der Standort. Der Steuerstatus kann sechsstellige Unterschiede machen.

Kann man beim Yachtkauf verhandeln?

Ja, besonders bei langen Inseratszeiten. Der Ratgeber von yachtkaufen.com nennt für zwei Modelle etwa 3 bis 4 Prozent unter dem ersten Angebotspreis. Das ist eine Beobachtung, keine Regel.

Welche Kosten kommen zum Kaufpreis dazu?

Gutachten, Überführung, Registrierung, Funkzulassung, Finanzierungskosten und gegebenenfalls Mehrwertsteuer bei nicht versteuerten Yachten.

Quellen